Dieser Beitrag enthält Produktplatzierungen durch eine bezahlte Partnerschaft mit coin4 Solutions.
Payment entscheidet längst nicht mehr nur darüber, wie Kund:innen bezahlen – sondern ob sie überhaupt kaufen. Zwischen Conversion-Optimierung, Risikosteuerung und einem sensiblen Umgang mit offenen Forderungen ist eine durchdachte Payment-Strategie heute ein zentraler Erfolgsfaktor im E-Commerce.
Gemeinsam mit coin4 Solutions sprechen wir darüber, wie Händler ihre Payment-Prozesse ganzheitlich denken können – von der Prävention über den Checkout bis hin zum modernen Forderungsmanagement. Welche Hebel wirklich wirken, wo typische Fehler liegen und was in Zukunft entscheidend wird.
Lieber Johannes, stell dich doch bitte kurz vor und erkläre uns in ein paar Worten, wer die coin4 Solutions ist.
Hallo, ich bin Johannes Büchner und arbeite seit sechs Jahren als Key-Account-Manager bei der abilita GmbH, dem Payment-Spezialisten der coin4 Solutions Gruppe.
Die coin4 Solutions begleitet Unternehmen auf ihrer gesamten Payment Journey, also von Betrugsprävention über Payment Service bis hin zum Forderungsmanagement. Mit über 40 Jahren Erfahrung im Forderungsmanagement und über 15 Jahren im Payment Bereich haben wir mit DEBITOR und abilita echte Experten am Fintech-Markt.
In der coin4 Solutions bündeln wir diese Synergien und verfolgen als Liquidity Specialist dabei über alle Unternehmen hinweg eine gemeinsame Vision: „Wir bieten einfache Zahlungsprozesse durch smarte Technologie.“ Das Besondere bei uns ist, dass wir persönlichen Service bieten und für unsere Kunden eine Umgebung schaffen, in der ihre Bedürfnisse verstanden werden.
Payment wird oft „nebenbei“ behandelt – warum ist es aus eurer Sicht einer der größten Hebel im E-Commerce?
Der Payment-Prozess entscheidet an mehreren Stellen über den wirtschaftlichen Erfolg: im Checkout über die Conversion, in der Risikoprüfung über die Akzeptanzquote und im Forderungsmanagement über die Realisierung von Umsätzen. Viele Unternehmen denken Payment noch ausschließlich operativ – dabei ist es ein strategischer Hebel.
Wir sehen uns deshalb auch nicht als klassischen Payment Service Provider, sondern als Partner entlang der gesamten finanziellen Wertschöpfungskette – von der Prävention bis zur finalen Zahlung. Insbesondere für Onlinehändler, die stark margengetrieben arbeiten, hat ein sauber aufgesetzter Payment-Prozess direkten Einfluss auf die Profitabilität, nicht nur auf reinen Umsatz.
Welche Stellschrauben im Checkout haben deiner Ansicht nach den größten Einfluss auf die Conversion?
Die größten Hebel sind tatsächlich recht simpel: vertrauenswürdige Zahlarten und ein klarer, schneller Checkout. Jeder zusätzliche Klick kann Conversion kosten.
Ein häufig unterschätzter Punkt ist die Konsistenz im Checkout. Wenn Kund:innen plötzlich auf fremde Seiten weitergeleitet werden oder unbekannte Logos sehen, entsteht Unsicherheit. White-Label-Ansätze können hier helfen, Kaufabbrüche zu reduzieren. Bei einer White-Label-Lösung, wie wir sie bei abilitaPAY anbieten, bleibt der gesamte Prozess im Look & Feel des Händlers. Das sorgt für höhere Conversion-Rates und stärkt gleichzeitig die eigene Marke. Zudem behält der Händler die volle Kontrolle über seine Kundendaten und die Kommunikation – ein entscheidender Unterschied zu vielen klassischen PSP-Modellen.
Wie sieht aus deiner Erfahrung ein idealer Zahlungsmix für Onlinehändler aus?
Den einen perfekten Mix gibt es nicht – er hängt stark von Zielgruppe, Branche und Warenkorb ab. Aber es gibt klare Muster: Rechnungskauf, SEPA-Lastschrift, Wallets und klassische Online-Zahlarten sollten sinnvoll kombiniert und ggf. durch landestypische Paymentlösungen ergänzt werden, wie beispielsweise eps in Österreich.
In der DACH-Region ist der Rechnungskauf nach wie vor ein zentraler Conversion-Treiber. Gleichzeitig bringt er für den Händler natürlich das höchste Risiko mit sich. Deshalb ist es entscheidend, solche Zahlarten strategisch einzusetzen und beispielsweise mit Zahlungsgarantien abzusichern. Das bieten wir bei abilitaPAY im Rahmen von coin4 RECHUNG und coin4 LASTSCHRIFT an.
Viele Händler haben Angst vor Zahlungsausfällen. Wie schafft man die Balance zwischen Risiko und Wachstum?
Liquidität ist für jeden Unternehmer ein kritischer Faktor, gerade bei wachsendem Volumen. Entscheidend ist, wie schnell Geld verfügbar ist und wie planbar Zahlungsströme werden.
Viele Händler sind zu restriktiv und verlieren dadurch gute Kund:innen. Moderne Risikosteuerung arbeitet in Echtzeit und differenziert stärker. Es geht nicht darum, Risiko zu vermeiden, sondern es intelligent zu managen.
Modelle mit garantierter Auszahlung ermöglichen es, risikoaffine Zahlarten anzubieten, ohne die eigene Liquidität zu gefährden. Eine Zahlungsgarantie sichert unter bestimmten Voraussetzungen den Cashflow, während Gebühren wie Disagio und Transaktionskosten als kalkulierbarer Kostenfaktor Planungssicherheit geben.
Konkret heißt das: Der Händler erhält sein Geld unabhängig davon, ob oder wann der Endkunde zahlt. Das schafft finanzielle Stabilität. Gerade bei beliebten Zahlarten wie Kauf auf Rechnung und SEPA-Lastschrift wird das zu einem entscheidenden Faktor für skalierbares Wachstum.
Können Händler denn konkret etwas tun, um Ausfälle schon vor dem Kauf zu verhindern?
Ein großer Teil der Ausfälle lässt sich vor dem Kauf abfangen – durch Bonitätsdaten, Verhaltensdaten und smarte Prüfmechanismen im Checkout. Wichtig ist, dass diese Prozesse schnell und für Kund:innen unsichtbar bleiben.
Das gilt natürlich auch im B2B-Bereich. Dort sind die Warenkörbe höher und die Prüfungen komplexer, müssen aber trotzdem in Echtzeit funktionieren, um keinen Bruch im Kaufprozess zu erzeugen.
Bei unseren Zahlarten coin4 RECHNUNG und coin4 LASTSCHRIFT sind diese Risikoprüfungen im Checkoutprozess integriert. Nur wer diese besteht, kann auch damit zahlen.
Und wer nicht zahlt landet im Inkasso. Das hat ja oft ein negatives Image – wie sieht Forderungsmanagement heute bei euch aus?
Wir sind mit DEBITOR seit über 45 Jahren und mit abilita seit über 20 Jahren im Inkasso tätig. Inkasso hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Es geht heute nicht mehr um Druck, sondern um Kommunikation und Lösungen. Digitale Kanäle, flexible Zahlungsoptionen und eine respektvolle Ansprache machen den Unterschied. Gerade in Branchen, die stark von langfristigen Kundenbeziehungen geprägt sind, ist das entscheidend – wie bei Versicherungen, Vereinen oder Verlagen. Forderungsmanagement ist heute immer Teil der Customer Journey.
Gleichzeitig bleibt das Ziel klar wirtschaftlich: Forderungen effizient zu realisieren – idealerweise eingebettet in einen Gesamtprozess, der bereits vorher Risiken reduziert und die Kundenbeziehung im Blick hat.
Kann gutes Forderungsmanagement eventuell sogar zur Kundenbindung beitragen?
Ja, absolut. Auch im Mahnprozess gilt: Der Ton macht die Musik. Eine freundliche Ansprache und ein transparenter Prozess machen hier den Unterschied. Wenn Kund:innen verständlich abgeholt werden und einfache Lösungen bekommen, entsteht Vertrauen – selbst in einer sensiblen Situation.
Das zahlt besonders in kleineren Märkten wie Österreich direkt auf Reputation und Wiederkaufsrate ein. Ein professioneller Umgang mit offenen Forderungen kann also durchaus auch ein Differenzierungsmerkmal sein.
Wie aufwendig ist die Integration eurer Paymentlösung – und wo liegen die größten Effizienzgewinne?
Die technische Integration ist in den meisten Fällen ganz einfach. Für die gängigsten Shopsysteme Shopware 6, JTL, WooCommerce und Shopify haben wir eigene Plugins bzw. Apps. Individuelle Setups können via API angeschlossen werden. Unser Support sitzt in Deutschland und begleitet den Händler persönlich bei der Einrichtung.
Ein oft unterschätzter Effizienztreiber ist die Automatisierung im Backoffice. Viele Onlinehändler klagen über den hohen Verwaltungsaufwand. Das ist ein wunder Punkt in vielen Unternehmen. Wenn Zahlungen manuell abgeglichen werden müssen, kostet das entsprechend Zeit und ist auch fehleranfällig. Wir haben diese Workflows systematisch optimiert. Durch eine intelligente EBICS-Schnittstelle werden Zahlungseingänge, etwa bei der Vorkasse, in Echtzeit überwacht und direkt der richtigen Bestellung zugeordnet. Die Zahlungen laufen direkt auf das Händlerkonto (statt auf Sammelkonten) und sind sofort verfügbar. Zahlungseingänge werden erkannt, zugeordnet und Bestellungen können ohne Verzögerung in den Versand gehen. Das spart Zeit, reduziert Fehler und beschleunigt den Versandprozess. Gerade für KMU mit begrenzten Ressourcen ist diese Automatisierung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Welche Trends werden den E-Commerce in den nächsten Jahren prägen?
Wir sehen vor allem drei Entwicklungen: mehr Automatisierung durch KI, stärker personalisierte Payment-Prozesse und die zunehmende Verschmelzung von Payment, Risikomanagement und Inkasso zu einer durchgängigen Journey.
Die Entwicklung geht klar in Richtung Omnichannel: Händler brauchen eine zentrale Sicht auf alle Zahlungsströme – unabhängig davon, ob sie online, mobil oder am POS entstehen. Die Nachfrage steigt nach Systemen, die alle Prozesse in einer Plattform zusammenführen. Einfach eine All-In-One-Lösung, die die Komplexität händelt. Ein Ansprechpartner für Rechnungsstellung, Risikomanagement, Payment-Abwicklung bis hin zum Forderungsmanagement. Und genau das bieten wir unseren Kunden bei coin4 Solutions.