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iPhone Duo & andere Foldables: Verändern sie den E-Commerce?

Kurz zum iPhone Duo: Apples erstes faltbares iPhone kann in Österreich ab 16. Oktober 2026 um 14 Uhr vorbestellt werden und ist ab 23. Oktober erhältlich. Gleichzeitig markiert der Launch eine neue Ära bei Apple: John Ternus hat mit 1. September Tim Cook als CEO abgelöst und präsentiert mit dem Duo eines der ersten großen Produkte unter seiner Führung.

Falls du noch nicht weißt, um was es hier geht: Hier geht es zur iPhone Duo Vorstellung von Apple Deutschland.

Und hier ein Blogbeitrag von Forbes zum neuen CEO von Apple: John Ternus wird neuer Apple CEO

Aber jetzt zu meinem (Thomas) eigentlichen „Problem“: Wenn mich eine neue Technologie interessiert, will ich sie ausprobieren.

Und genau das ist passiert, als ich mich intensiver mit faltbaren Smartphones beschäftigt habe.

Nicht unbedingt, weil ich dringend mehr Bildschirmfläche in meiner Hosentasche brauche.

Sondern weil ich mir ziemlich schnell eine andere Frage gestellt habe:

Was bedeutet dieser Formfaktor eigentlich für den E-Commerce?

Darüber habe ich in unserer neuen Duo-Folge mit Jörg Hauke gesprochen.

Und dabei sind wir bei drei Punkten gelandet, die für Onlinehändler spannend werden könnten.

1. Mobile ist längst nicht mehr nur der Beginn der Customer Journey

Vor ein paar Jahren war die Welt noch relativ einfach.

Mobile brachte den Traffic.

Desktop brachte die Conversion.

Menschen entdeckten Produkte am Smartphone, informierten sich dort – und wechselten für den eigentlichen Kauf an den Computer.

Jörg kennt dieses Verhalten auch aus den Zahlen bei SATURO.

Früher lag die Conversion Rate am Desktop deutlich höher. Heute sieht das Bild anders aus: Traffic und Verkäufe verteilen sich bei SATURO laut Jörg mittlerweile ungefähr 50:50.

Ein wichtiger Grund dafür ist nicht unbedingt das Smartphone selbst.

Es ist der Checkout.

Apple Pay, Google Pay, Shop Pay und andere Lösungen haben viele der nervigen Schritte entfernt, die Mobile Shopping früher so mühsam gemacht haben.

Keine Kreditkartennummer eintippen.

Kein Wechsel zwischen Apps.

Weniger Passwörter.

Ein paar Klicks – fertig.

Mobile hat damit einen seiner größten Nachteile gegenüber Desktop verloren.

2. Der vergessene Tablet-Breakpoint könnte wieder interessant werden

Wer schon einmal einen Online-Shop gebaut hat, kennt das Thema:

Desktop? Natürlich.

Mobile? Extrem wichtig.

Tablet?

Naja.

Bei vielen Shops macht Tablet nur einen sehr kleinen Teil des Traffics aus. Entsprechend wenig Aufmerksamkeit bekommt diese Darstellung häufig.

Foldables könnten das verändern.

Denn plötzlich haben wir ein Gerät in der Hosentasche, das sich irgendwo zwischen Smartphone und Tablet bewegt.

Und genau das könnte für Online-Shops spannend werden.

Zeige ich die Mobile-Version?

Die Desktop-Version?

Oder brauche ich tatsächlich eine eigene Darstellung für diese Bildschirmgröße?

Gerade Produktdetailseiten könnten davon betroffen sein. Mehr Bildschirmfläche erlaubt wieder andere Kombinationen aus Produktbild, Text, Bewertungen und Call-to-Action.

Jörgs Vermutung: Desktop wird dadurch wahrscheinlich nicht verschwinden.

Stattdessen könnte ein Teil des heutigen Mobile Traffics auf diese neue Gerätekategorie wandern.

3. Entscheidend ist nicht das Device – sondern die Zielgruppe

Natürlich heißt ein neues Gerät nicht automatisch, dass jeder Online-Shop morgen umgebaut werden muss.

Die wesentlich wichtigere Frage lautet:

Nutzt meine Zielgruppe dieses Device überhaupt?

Early Adopter, Unternehmer, Digital Natives oder kaufkräftige Premium-User könnten schneller auf neue Formfaktoren wechseln als andere Zielgruppen.

Und genau dort wird es für E-Commerce-Brands interessant.

Denn wenn eine kleine Gruppe überproportional kaufkräftig ist, kann sie wirtschaftlich relevanter sein, als ihr Anteil am gesamten Traffic vermuten lässt.

Meine These in der Folge:

Sollten Foldables tatsächlich breiter angenommen werden, könnten diese Nutzer einen überdurchschnittlichen Warenkorb haben.

Ob das stimmt?

Das werden am Ende die Daten zeigen.

Erst beobachten, dann optimieren

Vielleicht ist genau das mein wichtigstes Learning aus unserem Gespräch.

Nicht jedem neuen Device sofort hinterherlaufen.

Aber auch nicht davon ausgehen, dass Mobile für immer genau so aussehen wird wie heute.

Neue Bildschirmgrößen verändern, wie Menschen Inhalte konsumieren.

Neue Payment-Lösungen verändern, wo Menschen kaufen.

Und neue Nutzungsmuster verändern irgendwann auch die Anforderungen an unsere Shops.

Deshalb werde ich mir das Thema ziemlich genau ansehen.

Vielleicht sogar im Selbstversuch.

Teurer Research – aber irgendjemand muss es ja machen. 

Die komplette Diskussion mit Jörg gibt es in der neuen Folge des E-Commerce Inspiration Podcasts.

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